E‑Mail-Adressen kau­fen? Keine gute Idee!

Der Mythos, dass E‑Mail-Adressen gekauft wer­den kön­nen und die anschlie­ßende Nutzung der Adressen im Marketing legal ist, hält sich bis heute hartnäckig.

Die ent­spre­chen­den Angebote hören sich auf dem ers­ten Blick ja auch ver­lo­ckend an. So wer­den bei­spiels­weise „9,4 Mio E‑Mail-Adressen – geprüft und gepflegt mit Genehmigung zum lega­len Werbe-Versand für 89,60 Euro“ zum Kauf angeboten.

9,4 Millionen Menschen, die dar­auf war­ten Werbung per E‑Mail zu erhal­ten? Für nur 89,60 Euro? Ein ver­lo­cken­des Angebot, oder? Ihr ahnt es schon: Solche Angebote sind natür­lich unseriös.

Email Adressen kaufen
9,4 Millionen E‑Mail-Adressen für 89,60 Euro kau­fen – ein attrak­ti­ves Angebot?

Ein Einverständnis für E‑Mail-Werbung ist immer an die juris­ti­sche Person gebun­den, die das Einverständnis ein­ge­holt hat. Das Einverständnis kann grund­sätz­lich nicht wei­ter­ver­kauft wer­den, dem­entspre­chend kön­nen auch keine „E‑Mail-Adressen mit Permission“ gekauft wer­den – der Versand von Mailings an die gekauf­ten Adressen wäre ein­deu­tig rechtswidrig.

Hinzu kommt, dass die Inhaber der Adressen natür­lich nicht auf Eure Werbung war­ten, sich höchst­wahr­schein­lich auch nicht für Eure Produkte oder Dienstleistungen inter­es­sie­ren und sich ver­mut­lich ohne­hin längst eine neue E‑Mail-Adresse zuge­legt haben, da ihr Account mit Spam-Mails über­flu­tet wurde. Response auf die Kampagne wür­det Ihr also höchs­tens in Form von Spambeschwerden und Abmahnungen erhalten.

Kurzum: Es ist keine sinn­volle Option, E‑Mail-Adressen zu kau­fen. Eine Ausnahme stellt ledig­lich das so genannte Co-Registrierungsverfahren dar. Hierbei erhal­ten Nutzer im Rahmen einer Registrierung (bei­spiels­weise für einen kos­ten­lo­sen Webdienst oder für ein Gewinnspiel) die Möglichkeit, optio­nal die Newsletter von wei­te­ren Unternehmen anzu­for­dern. Allerdings ist auch die­ses Verfahren in der Praxis oft mit Problemen behaf­tet – bei­spiels­weise dann, wenn ein Gewinnspielteilnehmer mehr oder weni­ger unwis­sent­lich 100 Newsletter gleich­zei­tig anfor­dert, die Anzahl der Sponsoren also zu hoch ist.

Um qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Adressen von Interessenten und Kunden zu erhal­ten, soll­ten Ihr etwas ganz Banales machen: Eure Interessenten und Kunden nach ihren E‑Mail-Adressen fra­gen. Oder anders for­mu­liert: Eure vor­han­dene Reichweite für die E‑Mail-Adressgewinnung nut­zen.

Empfehlungen für die E‑Mail-Adressgewinnung

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