Warum Abonnenten E‑Mails als Spam mel­den – und was Sie dage­gen tun können

Spamfilter ana­ly­sie­ren längst nicht mehr nur den Inhalt einer E‑Mail, son­dern zahl­rei­che wei­tere Faktoren, wie etwa das Verhalten des Empfängers, die Nutzung von Authentifizierungsmechanismen und die Reputation des Absenders. Ein zen­tra­ler Aspekt ist zudem die Beschwerderate: Wenn sich viele Empfänger mit einem Klick auf den Spam-Button in ihrem Webmail-Dienst über einen Absender beschwe­ren (hier­für reicht ein Klick auf den Spam-Button), kann es in der Folge zu erheb­li­chen Zustellungsproblemen kommen.

Das Unternehmen TechnologyAdvice ist im Rahmen einer Befragung der span­nen­den Frage nach­ge­gan­gen, warum Nutzer E‑Mails als Spam melden.

Im Ergebnis zeigt sich ein­mal mehr, dass nicht nicht nur “ech­ter” Spam zu Spam-Beschwerden führt, son­dern auch “gefühl­ter” Spam. Tatsächlich haben 45% der befrag­ten Nutzer ange­ge­ben, eine E‑Mail auf­grund  einer zu hohen Versandfrequenz als Spam gemel­det zu haben. Erst danach folgt mit 36% die Begründung “Ich habe mich nicht absicht­lich angemeldet”.

Auch eine feh­lende Relevanz kann zu Spam-Beschwerden und damit zu False Positives füh­ren – 31% der Befragten gaben diese Begründung an.

false-positives-studie
Umfrage: “Warum haben Sie E‑Mails als Spam mar­kiert?” (März 2015)

Mehr dazu bei Marketingsherpa: Email Marketing Research Chart: Why sub­scri­bers flag email as spam

So redu­zie­ren Sie Spam-Beschwerden und ver­bes­sern Ihre Inbox Placement Rate

  • Prüfen Sie, ob tat­säch­lich von allen Abonnenten ein ein­deu­ti­ges Opt-In vor­liegt und neh­men Sie im Zweifel E‑Mail-Adressen aus dem Verteiler. Auch bei der Ansprache von inak­ti­ven Adressen, also Kontakten, die über eizu­st­nen län­ge­ren Zeitraum weder geklickt noch geöff­net haben, ist Vorsicht geboten.
  • Gestalten Sie den Abmeldeprozess so ein­fach wie mög­lich. Empfänger, die den Abmeldelink zunächst suchen oder vor der Abmeldung Kundennummer und Passwort ein­ge­ben müs­sen, wer­den statt­des­sen auf den Spam-Button klicken.
  • Analysieren Sie, ob Sie mit einer für Ihre Zielgruppe pas­sen­den Versandfrequenz arbei­ten. Eine stei­gende Abmelderate kann bei­spiels­weise ein Indiz für eine zu hohe Versandfrequenz sein.
  • Je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe(n) kann es ziel­füh­rend sein, meh­rere Verteiler mit unter­schied­li­chen Versandfrequenzen anzu­bie­ten. So kann jeder Empfänger ent­schei­den, ob er bei­spiels­weise E‑Mails ein­mal pro Quartal, ein­mal pro Monat oder ein­mal pro Woche erhal­ten möchte.
  • Prüfen Sie, wie sie Ihre Kommunikation noch rele­van­ter auf­bauen kön­nen. Hier bie­ten sich ins­be­son­dere Individualisierungs- und Segmentierungstaktiken an. Auch mit einem geziel­ten Einsatz von Trigger / Lifecycle-Mails (“Marketing Automation”) lässt sich die Relevanz erhöhen.

Siehe hierzu auch: Wie lässt sich die Abmelderate im E‑Mail Marketing reduzieren?

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