E‑Mail-Marketing im E‑Commerce: Mit Back in Stock Alerts den Umsatz steigern

Email Marketing im eCommerce

Was sollte ein Händler tun, wenn das von dem Kunden gewünschte Produkt nicht mehr ver­füg­bar ist? Noch immer erhal­ten Kunden in vie­len Online-Shops ledig­lich einen Hinweis, dass das Produkt zur Zeit nicht lie­fer­bar ist – mit dem Ergebnis, dass der Kunde zum nächs­ten Shop wei­ter­zieht und jeden Tag Umsatz ver­lo­ren geht.

Dabei lässt sich die Situation nut­zen, um E‑Mail-Adressen in Kombination mit kon­kre­ten Kaufintentionen zu erhal­ten: Der Kunde hat auf der jewei­li­gen Produktdetailseite die Möglichkeit, seine E‑Mail-Adresse zu hin­ter­las­sen und erhält einen “Back in Stock”-Alert, sobald das Produkt wie­der ver­füg­bar ist. 

Back in Stock Mails: Beispiel Zalando
Zalando infor­miert Kunden, sobald ein Produkt wie­der ver­füg­bar ist.

Back in Stock Alerts wer­den von vie­len Kunden nicht als Werbung, son­dern als Service wahr­ge­nom­men – schließ­lich wer­den sie dar­über infor­miert, dass ihr Wunschprodukt jetzt wie­der ver­füg­bar ist. Dementsprechend hoch sind die Öffnungs‑, Klick- und Conversion Rates der­ar­ti­ger E‑Mail-Kampagnen.

Back in Stock-Mails: Klickraten von 68 Prozent 

Bei Saphiron sehen wir im Rahmen unse­rer Beratungsmandate, dass Online-Shops, die mit Back in Stock-Alerts arbei­ten, mit die­ser Taktik nicht nur zusätz­li­che und hoch­gra­dig qua­li­fi­zierte E‑Mail-Adressen gewin­nen, son­dern auch signi­fi­kante Umsätze erzie­len. Das Potenzial von Back in Stock-Mails wird auch von dem Inxmail E‑Mail-Marketing Benchmark Report 2018 bestä­tigt: Laut der Studie des E‑Mail-Marketing-Dienstleisters erzie­len E‑Mails zur Wiederverfügbarkeit von Produkten durch­schnitt­li­che Öffnungsraten von 89 und Klickraten von 68 Prozent –  und damit bes­sere Kennzahlen als alle ande­ren Formen von Transaktionsmails. 

Es lohnt sich also, die­ses Format im Rahmen der E‑Mail-Marketing-Strategieentwicklung, bezie­hungs­weise bei dem Aufbau einer Marketing Automation, zu berücksichtigen.

Back in Stock Mails: Beispiel AllyouneedFresh
AllyouneedFresh: “Ihr Wunschartikel ist jetzt verfügbar!”

Selbst dann, wenn das Produkt in abseh­ba­rer Zeit nicht mehr ver­füg­bar sein wird, kann mit einer Trigger-Mail der Umsatz sti­mu­liert wer­den – etwa mit der Vorstellung ähn­li­cher Produkte oder einem Entschuldigungsgutschein. 

Vangraaf.com: “Wir haben alles versucht” 

Der zugrunde lie­gende Ansatz eig­net sich dabei nicht nur für klas­si­sche Online-Shops, son­dern auch für viele andere Geschäftsmodelle:

  • Airline: Für die von mir bevor­zug­ten Reiseziele sind wie­der beson­ders güns­tige Tickets verfügbar
  • Lieferservice: Mein Lieblingsitaliener hat nach einem Umbau neu­eröff­net und nimmt wie­der Bestellungen entgegen
  • Events: Für die gewünschte Veranstaltung sind auf­grund von Stornierungen wie­der Tickets verfügbar

Back in Stock-Mails: Juristische Rahmenbedingungen berücksichtigen

Natürlich muss auch bei Back in Stock Alerts die Rechtslage im E‑Mail-Marketing berück­sich­tigt wer­den. So muss bei­spiels­weise ein ein­deu­ti­ges Einverständnis für die E‑Mail-Kommunikation ein­ge­holt wer­den (sofern es sich nicht um einen bestehen­den Kunden han­delt, von dem bereits ein Opt-In vor­liegt). Zudem muss auch bei der Adressgewinnung für Back in Stock-Mails auf das Widerrufsrecht hin­ge­wie­sen wer­den – letzt­end­lich gel­ten die glei­chen juris­ti­schen Rahmenbedingungen, die auch im “klas­si­schen” E‑Mail-Marketing berück­sich­tigt wer­den müssen. 

Bildnachweis Titelgrafik: Shutterstock

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