Gmail führt neuen Unsubscribe-Link ein

Gmail führt einen zen­tra­len Unsubscribe-Link ein, mit dem sich Empfänger ein­fa­cher von Marketing-Mails und Newslettern abmel­den kön­nen. Der Link wird direkt neben der Absenderadresse angezeigt.

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Nach einem Klick auf “Abbestellen” blen­det Gmail einen Dialog ein, den der Nutzer bestä­ti­gen muss.

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Anschließend schickt Gmail eine Nachricht an den Versender und for­dert ihn dazu auf, die ent­spre­chende E‑Mail-Adresse aus dem Verteiler zu löschen. Wie zuver­läs­sig die­ser Prozess in der Praxis funk­tio­niert bleibt abzu­war­ten. Gmail anschlie­ßende Bestätigung ist des­halb auch recht unver­bind­lich for­mu­liert (“Sie dürf­ten nun keine Nachrichten mehr von die­ser Mailingliste erhalten”).

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Wird der zen­trale Unsubscribe-Link (mit dem Gmail übri­gens bereits seit 2009 expe­ri­men­tiert) zu einem gro­ßen Problem für das E‑Mail Marketing? Kündigt sich gar erneut das “Ende des E‑Mail Marketing” an? Ich glaube: Nein, eher nicht ;) Zumindest dann nicht, wenn ein ein­deu­ti­ges Einverständnis von den Empfängern vor­liegt, d.h. keine frag­wür­di­gen Methoden für die Adressgewinnung ein­ge­setzt wer­den und die E‑Mails einen kla­ren Mehrwert bieten.

Letztendlich stärkt Gmail mit der neuen Funktion das tat­säch­li­che “Permission Marketing” und schwächt Versender, die sich an der Grenze zum Spam bewe­gen (via THE VERGE).

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  1. Das funk­tio­niert per­fekt. Pünktlich zu der obi­gen Meldung kom­men prompt (recht kurz gehal­tene) Unsubscribe-Requests von Google direkt in das Abuse-Postfach.

    Ein klei­nes Manko besteht jedoch für Versender, wel­che die regu­lä­ren Feedback Loops von AOL, Yahoo! und Co. in einem sepa­ra­tem Postfach (feedback@, fbl@…) emp­fan­gen und verarbeiten.

    Diese Versender müs­sen sicher­stel­len, dass eben auch die jetzt ein­tref­fen­den Gmail Anfragen auch im Abuse-Postfach aus­ge­le­sen werden.

    Ansonsten wird die­ser Schritt sei­tens Google für viele Versender span­nend, wel­che bis­her nur im Spam Ordner ein­ge­lie­fert wur­den. So sollte es nach und nach für Viele mög­lich sein (unter Einhaltung der übli­chen Best Practices!), sich lang bis mit­tel­fris­tig eine gute Reputation bei Google zu erarbeiten.

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