Texten von Newslettern: Jedes Wort zählt

Für die Inhalte von Newslettern wer­den viel zu häu­fig Texte aus Werbebroschüren oder ande­ren Werbematerialien über­nom­men. Ein gro­ßer Fehler, denn das Medium E‑Mail folgt eige­nen Regeln. Diese Aspekte soll­ten Sie beim Texten von Newslettern berücksichtigen.

  • Hören Sie genau hin
    “The best copy­wri­ters lis­ten care­fully and then arti­cu­late a simple mes­sage that genui­nely tou­ches on inte­rests shared by both the com­pany and its cus­to­mers”, schreibt Nick Usborne in sei­nem her­vor­ra­gen­den Buch “Net Words — Creating high-impact online copy”. Vor dem Texten von Newslettern sollte in der Tat das Zuhören ste­hen: Welche “Sprache” spricht Ihre Zielgruppe? Welche Begriffe ver­wen­det sie? Schauen Sie sich unter die­sem Blickwinkel ein­mal Ihre ein­ge­hen­den E‑Mails an oder besu­chen Sie Veranstaltungen, auf denen Sie Ihre Zielgruppe antref­fen. Die Lektüre von Weblogs, Online-Foren oder Chats lohnt sich eben­falls, denn dort kön­nen Sie Gespräche inner­halb Ihrer Zielgruppe prak­tisch “live” verfolgen.
  • Kurz und einfach
    Genau wie Websites wer­den E‑Mails meis­tens nicht voll­stän­dig gele­sen, son­dern “gescannt”, also ledig­lich über­flo­gen. Aus die­sem Grund soll­ten Sie lange und ver­schach­telte Sätze ver­mei­den (Faustregel: ca. 15–25 Wörter pro Satz). Fassen Sie sich kurz und for­mu­lie­ren Sie den Kundennutzen ver­ständ­lich und prä­zise. Längeren Text kön­nen Sie in meh­rere kurze Paragraphen auf­tei­len, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
  • Werden Sie persönlich
    Das Texten von per­sön­li­chen Mails fängt mit einer per­so­na­li­sier­ten Anrede an – hört damit aber noch lange nicht auf. Als Autor soll­ten Sie sich nicht hin­ter einem “Beamtendeutsch” oder lang­wei­li­gen PR-Phrasen ver­ste­cken, son­dern dem Newsletter eine per­sön­li­che Note ver­lei­hen. Schreiben Sie “von Mensch zu Mensch” und nicht “von Unternehmen zu Mensch”.
  • Hervorhebung von Informationen
    Markieren Sie wich­tige Sätze oder Satzabschnitte fett oder far­big. Kursiver Text sollte hin­ge­gen nicht ver­wen­det wer­den, da er am Bildschirm schwer zu lesen ist. Um Irritationen zu ver­mei­den, soll­ten Wörter nur dann unter­stri­chen wer­den, wenn es sich dabei einen Link han­delt. Achten Sie auch dar­auf wich­tige Informationen und nicht ledig­lich ein­zelne Wörter durch die Markierungen her­vor­zu­he­ben, denn beim Überfliegen des Textes ist die Bedeutung ein­zel­ner Wörter nicht ver­ständ­lich. Verwenden Sie zusätz­lich Aufzählungspunkte, um die wich­tigs­ten Informationen hervorzuheben.
  • Mehrwert statt Werbung
    Natürlich soll Ihr Newsletter für Ihre Produkte oder Dienstleistungen wer­ben — trotz­dem sollte er nicht nach Werbung aus­se­hen. Bieten Sie Ihren Empfängern statt­des­sen einen kla­ren Mehrwert in Form von redak­tio­nel­len Tipps, Rezensionen oder exklu­si­ven Gutscheinen.
  • Stellen Sie den Kunden in den Mittepunkt
    Niemand inter­es­siert sich für lang­wei­lige Unternehmensmeldungen — mit Ausnahme Ihrer Konkurrenz. Stellen Sie statt­des­sen den Kunden und seine Bedürfnisse in den Vordergrund und ver­mei­den Sie Sätze, die mit “Wir” anfangen.
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