Expertenbefragung: Das sind die E‑Mail Marketing Trends 2012

Was bringt das neue Jahr für das E‑Mail Marketing? Welche neue Chancen und Herausforderungen gibt es? Vor eini­gen Tagen haben wir Experten um ein Statement gebe­ten — vie­len Dank für die zahl­rei­chen Zusendungen!

Und hier sind die Top E‑Mail Marketing Trends 2012:

Simon Robinson, Marketing und Alliances Director EMEA, Responsys:

Display-Anzeigen kön­nen in Relationship-Marketingkampagnen inte­griert wer­den: mit tech­ni­schen Neuerungen wird der ziel­ge­naue, per­so­na­li­sierte Einsatz von Display-Anzeigen zum Relationship-Marketing und es eröff­nen sich zahl­lose Möglichkeiten für Marken, Einnahmen und Kundenbindung zu erhöhen.

Mobiles Marketing wird noch ziel­ge­rich­te­ter und prä­zi­ser, so wer­den SMS ver­stärkt ein­ge­setzt, um beim Kunden des­sen Vorlieben abzu­fra­gen und so zukünf­tige Kontakte wei­ter zu personalisieren.

Webbasierte E‑Mail-Anbieter bie­ten gefil­terte Inboxen an, die anhand von Makro- und Mikrodaten Nachrichten sor­tie­ren. Dies fin­det nicht mehr in der bekann­ten Unterteilung von Spam und nor­ma­ler E‑Mail statt, son­dern die Sortierung ori­en­tiert sich an indi­vi­du­el­len Präferenzen.

Magnus Schmidt, Mitglied der Geschäftsbereichsleitung UID, United Internet Media AG (pri­va­tes Statement):

Ich sehe vier Meta-Tendenzen: 1) wei­tere Digitalisierung papier­ge­bun­de­ner Post (bspw. Steigerung von s.g. Transaktions-Mails, eInvoices etc.), 2) Newsletter-Optimierungen durch durch neue E‑Mail Formate (bspw. Video-Mails, Interaktive Mails etc.), 3) signi­fi­kante Zunahme der mobi­len E‑Mail Nutzung und 4) ent­schei­den­des Jahr ob sich ePostbrief & De-Mail tat­säch­lich rele­vant eta­blie­ren können.

Ulrike Leipnitz, Leitung Marketing & PR, Agnitas AG:

  • Newsletter-Darstellung für Smartphones und andere mobile Endgeräte optimieren
    Die Verbreitung von mobi­len Endgeräten hat im letz­ten Jahr rasant zuge­nom­men und durch das Weihnachtsgeschäft 2011 noch ein­mal eine Steigerung erfah­ren. Damit wer­den auch Newsletter ver­mehrt durch Smartphones und Tablets abge­ru­fen und gele­sen. E‑Mailings und Newsletter müs­sen also mehr denn je so auf­be­rei­tet sein, dass sie auf mög­lichst vie­len ver­schie­de­nen Endgeräten opti­mal und lese­freund­lich ange­zeigt werden.
  • E‑Mail, Social Media und Mobile intel­li­gent verknüpfen
    Kundenkommunikation 2012 erfor­dert die Nutzung meh­re­rer Kommunikationskanäle, um mit ver­schie­de­nen Alters- und Zielgruppen in Dialog zu tre­ten. Junge Menschen bei­spiels­weise kom­mu­ni­zie­ren lie­ber über Facebook und weni­ger per E‑Mail. E‑Mail-Marketing-Verantwortliche soll­ten also wis­sen, auf wel­chen Social Media-Plattformen Ihre Kunden aktiv sind. Gleichzeitig kön­nen sich die Kanäle gegen­sei­tig stüt­zen, indem zum Beispiel durch eine E‑Mail-Kampagne auf beson­dere Angebote auf Facebook hin­ge­wie­sen wird.

Stefan von Lieven, Vorstand, arte­gic AG:

  • Dialogmarketing per E‑Mail wird authen­ti­scher und per­sön­li­cher. E‑Mail Marketer müs­sen die neue Tonalität kon­zep­tio­nell und tech­nisch bewältigen.
  • Marketing wird dyna­misch und kun­den­be­stimmt. E‑Mail Marketing wird zum Kern einer über­grei­fen­den Marketing Automatisierungsstrategie.
  • Social Media wird auch für das E‑Mail Marketing fes­ter Bestandteil einer inte­grier­ten Kommunikation. Weiterempfehlungen als Low-Effort Multiplikator und die Entwicklung von Kontakten aus Social Media sind die Aufgaben für 2012.
  • Video und Rich-Media Inhalte hal­ten Einzug in die E‑Mail und bie­ten E‑Mail Marketern ein Mehr an krea­ti­ver Freiheit.
  • Die effi­zi­ente Erzeugung und Verarbeitung von gra­nu­la­rem Content für indi­vi­du­el­les E‑Mail Marketing wird zum Kosten- und Wettbewerbsfaktor um die digi­tale Relevanz.
  • Rechtssicher ein­ge­holte und mög­lichst umfas­sende Zustimmungen zur Nutzung von Personendaten wer­den zur wich­ti­gen stra­te­gi­schen Aufgabe im Marketing.

Sebrus Berchtenbreiter, Geschäftsführer, promio.net GmbH:

In 2012 wer­den sich immer mehr Unternehmen für eine digi­tale Rechnungsstellung per E‑Mail ent­schei­den. Die elek­tro­ni­sche Übermittlung von Rechnungen wurde durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 erheb­lich erleich­tert. Seit Juli 2011 kön­nen Rechnungen mit Zustimmung des Empfängers auch ohne digi­tale Signatur elek­tro­nisch ver­schickt wer­den. Für Unternehmen bie­tet dies eine effi­zi­ente und kos­ten­güns­tige Alternative zur pos­ta­li­schen Rechnungsstellung.

René Kulka, E‑Mail Marketing Evangelist, Optivo GmbH:

  • Back to the Roots
    Die E‑Mail ist eine bestän­dige und ver­läss­li­che Konstante — und bleibt auch 2012 die Klammer für erfolg­rei­ches Online-Business. Das heißt auch: die Marketer soll­ten nicht nach den ganz gro­ßen Veränderungen und Innovationen fahn­den. Das größte Potenzial besteht viel­mehr in der Optimierung bereits lau­fen­der Maßnahmen: Ist die Newsletter-Anmeldung pro­mi­nent genug plat­ziert, ist der Double Opt-in-Prozess ver­ständ­lich, ist die E‑Mail-Anmutung wer­tig und Mobile-gerecht, wird durch Social-Media-Content per­sön­li­cher kom­mu­ni­ziert usw.
  • CRM-Integration
    Durch die zuneh­mende Integration ver­teil­ter Datenbestände sowie leis­tungs­fä­hi­gere Software-Lösungen ent­ste­hen neue Möglichkeiten für eine beson­ders ziel­grup­pen­ge­naue Ansprache. Deshalb wird das Thema Data Mining im neuen Jahr deut­lich wich­ti­ger. Die Entwicklung geht weg von iso­lier­ten Datensilos, hin zu inte­grier­ten Daten auf Basis von CRM-Datenbanken.
  • Automation
    Halb- und voll­au­to­ma­ti­sche E‑Mails, die durch bestimmte Ereignissen aus­ge­löst und die Regelkommunikation ergän­zen, wer­den wei­ter aus­ge­baut. Solche Trigger-Mails sind beson­ders effek­tiv und leis­ten einen wert­vol­len Beitrag zur Kundenbindung. Willkommensserien, Bewertungsmails nach dem Kauf und Reaktivierungskampagnen sind nur einige von vie­len mög­li­chen Kontaktszenarien.
  • Profilveredelung
    Die Erhebung und Verarbeitung per­sön­li­cher Daten unter­liegt mehr denn je dem gel­ten­den Datenschutzrecht. Die Profilierung von Abonnenten für werb­li­che E‑Mails wird aber wei­ter­hin mög­lich blei­ben. Wer zur E‑Mail-Adresse nach und nach wei­tere Response-relevante Abonnenten-Merkmale erhebt, kann genauer seg­men­tie­ren und die “Performance” bes­ser nach­voll­zie­hen — und diese zugleich durch mehr Relevanz zum Wohle des Empfängers erhöhen.
  • Erfolgskontrolle
    Die pass­ge­naue Ansprache mit rele­van­ten Informationen ist auch im neuen Jahr einer der größ­ten Herausforderungen. Hierfür sind aus­sa­ge­kräf­tige, detail­lierte Reports uner­läss­lich, um einen schnel­len Überblick über eine Vielzahl unter­schied­li­cher E‑Mail-Programme zu erhalten.
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