Studie: Sinkende Aufmerksamkeitsspannen erschwe­ren Kundendialog

38 Prozent der Deutschen, die online sind, agie­ren häu­fig gleich­zei­tig mit zwei oder mehr Bildschirmen, sur­fen also etwa mit ihrem Smartphone oder Tablet wäh­rend sie fern­se­hen. Das ist ein Ergebnis einer YouGov-Online-Studie im Auftrag von Responsys, einem Anbieter für Cloud-Marketing-Software und –Services. Diese Umfrage zeigt, dass Marketing-Experten sich immer mehr anstren­gen müs­sen, um bei die­sen sin­ken­den Aufmerksamkeitsspannen in den Dialog mit Verbrauchern zu treten.

Tobias-M-Zielke
Tobias M. Zielke, Geschäftsführer von Responsys

„Diese Umfrage zeigt, dass Unternehmen auf jedem Kanal ein immer klei­ner wer­den­des Zeitfenster zur Verfügung steht, um den Verbraucher zu errei­chen“, sagt Tobias M. Zielke, Geschäftsführer der Responsys Gmbh. „Sinkende Aufmerksamkeit und wach­sende Konkurrenz erfor­dern gezielt zuge­schnit­tene Botschaften über den rich­ti­gen Kanal zur rich­ti­gen Zeit. Nur so kön­nen Unternehmen heute über­haupt noch in Kontakt mit Kunden und poten­zi­el­len Kunden tre­ten und idea­ler­weise einen Dialog etablieren.

Deshalb soll­ten Marketing-Verantwortliche weg vom Kampagnen-gesteuerten und hin zum Nutzer-gesteuerten Marketing wech­seln: Eine per­so­na­li­sierte und indi­vi­dua­li­sierte Aussteuerung über alle Kanäle sind die Taktiken, mit denen Marketing-Fachleute aktu­ell zu den von vie­len Seiten abge­lenk­ten Verbrauchern durch­drin­gen. Dazu müs­sen Unternehmen ihre Kunden natür­lich ken­nen – denn diese bestim­men durch ihre Aktivitäten selbst, wel­che Inhalte sie über wel­che Kanäle emp­fan­gen möchten.“

Werbedruck steigt

Die Studie ergab außer­dem, dass die Anzahl der digi­ta­len Marketing-Botschaften in den letz­ten Jahren deut­lich gestie­gen ist – so gaben ins­ge­samt 69 Prozent der Befragten, die einer sol­chen Kommunikation zuge­stimmt haben, an, dass sie heut­zu­tage mehr die­ser Marketing-Botschaften bekom­men als noch vor drei Jahren. Wichtig ist es dem­nach in Zeiten stei­gen­der Botschaften und nach­las­sen­der Aufmerksamkeitsspannen, aus der Masse her­aus­zu­ste­chen und die eige­nen Marketing-Maßnahmen für jeden Kanal und jede Zielgruppe opti­mal anzupassen.

Die befrag­ten Verbraucher, die ihr Opt-In für die Kommunikation via E‑Mail, SMS und Social Media gege­ben haben, füh­len sich zudem wert­ge­schätzt, wenn Inhalte infor­ma­tiv (48 Prozent) rele­vant sowie zeit­lich abge­stimmt (45 Prozent) sind. Als ver­stö­rend wer­den — wenig über­ra­schend — dage­gen Informationen emp­fun­den, deren Erhalt der Empfänger nicht zuge­stimmt hat (60 Prozent) und die zu häu­fig gesen­det wer­den (63 Prozent).

Diese reprä­sen­ta­tive Online-Umfrage wurde von YouGov Plc. im Auftrag von Responsys durch­ge­führt. Befragt wur­den 1.075 deut­sche Erwachsene zwi­schen dem 19. und 21. Dezember 2012. Die Studie kann auf der Website von Responsys kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den (PDF-Datei).

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